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Der junge Filmemacher Felix Zachmann hängt mit seiner ersten Regie (auch Buch) zum Film SENT die Messlatte für Debutfilme extrem hoch: Tolle junge Schauspieler, hochprofessionelle Visuals, pointierte Dialoge, eine rasch und mit viel ironischer Leichtigkeit erzählte Story sowie ein tolles Gespür für Rhythmus machten die Komposition der Filmmusik, die “wie Hans Zimmer auf LSD” klingen sollte zu einer Aufgabe der besonderen Art. Orchestraler Hollywood-Wannabe-Größenwahn fungiert hier als musikalischer Schleudersitz der fiebrigen Karikatur der Selbstwahrnehmung des Protagonisten Tobias, der selbst auch dann noch krampfhaft versucht, der Star seines Lebensfilms zu bleiben, als dieser den Abspann längst hinter sich hat:

Am Morgen nach einer langen, alkoholreichen Nacht findet Tobias eine SMS seiner Exfreundin Isabel vor, in der sie ihm aus nicht ersichtlichen Gründen die Freundschaft kündigt. Vollkommen neben der Spur, da er noch gestern ein vielversprechendes Gespräch mit ihr hatte und sich bis zuletzt Hoffnungen auf eine dramatisch-romantische Wiedervereinigung gemacht hat, trommelt er seine Mitbewohner Nikolas, Kai und Marek zusammen. Mithilfe von Fotos, Textnachrichten und Anruflisten versuchen die Freunde, die Chronologie der Nacht wieder herzustellen – die Jungs von CSI wären stolz gewesen. Doch die Sache mit der Wahrheit gestaltet sich gar nicht so einfach, jeder scheint Beweise für eine andere Version der Story zu haben. Und während Tobias seinen persönlichen Rosamunde-Pilcher-Moment in weite Ferne rücken sieht, kommt zunehmend der Verdacht auf, dass jemand etwas verschweigt.

Ein Film von Felix Zachmann mit Musik von Roman Beilharz.